Hüttenschlafsack

Der Hüttenschlafsack wird oftmals unterschätzt. Bei Hüttenaufenthalten, wie zum Beispiel bei Bergwanderungen, ist die komplette Ausrüstung dabei, doch der Schlafsack wird vergessen. Wieso auch, wenn die Hütte Kissen und Decken anbietet?

Die Antwort ist ganz einfach: Ein Hüttenschlafsack ist deutlich hygienischer als Decken und Kissen, die schon von dutzenden anderen Wanderern benutzt wurden. Er ist wie ein eigenes kleines Bett oder ein Bettbezug, der überall hin mit genommen werden kann. Dazu ist er noch extrem praktisch in der Handhabung, extrem Leicht und in ein sehr kompaktes Format zusammenzurollen, was bei Wanderungen nur von Vorteil sein kann. Beim Kauf kann man bei diesem Schlafsack aus einem dutzend verschiedener Varianten wählen, die sowohl für verfrorene als auch für Großgewachsene problemlos geeignet sind.

Einen weiteren Vorteil hat der Hüttenschlafsack gegenüber einem normalen Schlafsack, denn er lässt sich leichter waschen und er trocknet auch schneller.

In Alpenvereinshütten ist der Hüttenschlafsack deswegen auch vorgeschrieben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den perfekten Hütten- oder Jugendherbergsschlafsack für sich finden.

Mit unseren Tipps zum perfekten Hüttenschlafsack

Der Hüttenschlafsack ist sozusagen der kleine Bruder des Schlafsacks. Er wird ähnlich wie eine Decke oder Bettwäsche verwendet, dient also in erster Linie dem Komfort und bietet viel Wohlfühlfaktor. Im Gegenteil zu einem normalen Schlafsack sollte er also besonders wenig Gewicht auf die Waage bringen und ein möglichst kompaktes Packmaß haben. Die Warmhaltefunktion eines normalen Sommer- oder Winterschlafsacks fällt hier größtenteils dem geringen Gewicht zum Opfer, doch etwas wärme können auch die leichtesten Schlafsäcke bieten.

Wie der Name schon sagt, ist er gerade in Hütten sehr beliebt, da er einen kompakten und bequemen Ersatz zum Bettzeug liefert. Oftmals gibt es auch vor der Ankunft eine Information, ob überhaupt genug Betten in der Hütte vorhanden sind, oder es sind nur Feldbetten aufgestellt. Hier kommt der Vorteil dieses Schlafsackes voll zum tragen.

Beim Kauf eines Hüttenschlafsackes sollten Sie in erster Linie auf Größe und Gewicht achten. Da der Schlafsack Teil des Gepäcks ist, sollte er so leicht wie möglich sein, ohne dass die Qualität darunter leiden muss.

Auch auf die Außen- und Innenmaterialien des Schlafsackes sollten Sie achten. Hier gibt es verschiedene Materialien, die besonders auf gewisse Typen zugeschnitten sind. So sind gewisse Materialien luftiger, halten dafür die Wärme aber nicht so gut – andere sind besonders gut auch für die Wintermonate geeignet.

Benutzt man den Hüttenschlafsack als Inlett für einen normalen Schlafsack, dann muss die Form mit der des normalen Schlafsacks übereinstimmen, damit er eingezogen werden kann.

Der richtige Hüttenschlafsack für Sommer & Winter 

Anders als bei „Outdoor“ Schlafsäcken wird bei Angeboten zu diesen Schlafsäcken eher selten die Komforttemperatur nach EU-Norm EN 13537 angegeben. Falls die Angabe vorhanden ist, sollte die Komfortemperatur eines Hüttenschlafsackes bei +5 Grad bis +10 Grad liegen. Diese Art von Schlafsack hat im Normalfall kein Innenfutter und ist deshalb als alleiniger Schlafsack beim Outdoor-Camping nicht genügend. Im Regelfall ist die Berghütte, Jugendherberge oder das Naturfreunde-Haus beheizt, sodass Sie sich keine sonderlichen Sorgen über Frieren machen müssen. Dennoch sollten Sie folgende Tipps beachten:

Für den Sommer und heiße Tage ist ein Seiden- oder Satinschlafsack perfekt geeignet. Die wärmewechselnde Wirkung lässt Sie auch an heißen Tagen nicht allzu sehr schwitzen, an etwas kälteren Tagen halten diese Schlafsäcke dennoch etwas arm.

Für den Frühling & Herbst sollten Sie vielleicht auf andere Materialien zurückgreifen: Schlafsäcke aus Fleece & Flanell halten etwas mehr warm.

Für den Winter sind Hüttenschlafsäcke aus Baumwolle, Schafswolle oder Polyester besonders zu empfehlen. Wenn Ihnen schnell zu kalt wird, ist ein Schlafsack aus diesen Stoffen die erste Wahl.

Achten Sie auf Gewicht und Packmaß

Wer möglichst wenig tragen möchte, der ist beim Hüttenschlafsack genau richtig: Mit gerade mal etwas über 100 Gramm sind die leichtesten Schlafsäcke leichter als viele moderne Smartphones. Etwas dickere und wärmere Modelle schlagen mit knapp unter 1kg zu buche. Das wirkt sich natürlich auch aufs Packmaß aus. Extrem kompakte Modelle lassen sich auf 15cm x 8cm packen, die etwas dickeren und schwereren Modelle sind mit einem Packmaß von 40cm x 19cm auch noch relativ leicht im Gepäck zu verstauen. Im Sommer können Sie ruhig zu den dünneren und besonders kompakten Modellen greifen, für Wintertouren sind die etwas dickeren Modelle auch für die Hütte eine gute Investition.

Das Material macht den Hüttenschlafsack

Indoor-Schlafsäcke für die Hütte gibt es in einer vielzahl verschiedener Materialien. Angefangen bei Seide oder Satin, Polyester, Fleece oder Flanell sowie Baumwolle oder Microfaser. Welches Material Sie für Sich wählen sollten, können Sie aus hier herausfinden:

Seide und Satin

Seide oder Satin als Außen- und Innenmaterial ist besonders für den Sommer und heiße Tage sehr beliebt. Durch die „luftige“ Seide kann die Körperwärme in warmen Nächten sehr schnell abgegeben werden. Für den Winter sind Hüttenschlafsäcke aus Seide aber eher nur als Inlett für normale Schlafsäcke geeignet. Wer die gleichen Vorteile nutzen möchte, aber eine preisgünstigere Variante sucht, der sollte Satin verwenden. Diese fühlt sich zwar nicht so angenehm auf der Haut an, ist dafür aber deutlich kostengünstiger. Seide und Satin sind in der Regel sehr leicht, deshalb wiegen Schlafsäcke aus diesen Stoffen meist nicht mehr als 300 Gramm.

Fleece oder Flanell

Fleece oder Flanell speichert die Körperwärme deutlich besser als Seide. Hüttenschlafsäcke aus Fleece sind also auch für kältere Tage bestens geeignet. Dafür sind Schlafsäcke aus diesen Stoffen etwas schwerer: Gut 500 Gramm oder mehr kann ein guter Fleeceschlafsack auf die Waage bringen.

Übrigens: Auch als Inlett sind Fleece / Flanell Schlafsäcke geeignet, da sie durch ihre Struktur sehr rutschfest sind.

Baumwolle und Polyester

Hüttenschlafsäcke aus Baumwolle oder aus Polyester speichern in die Körperwärme in der Regel sehr gut im Schlafsack und sind deswegen auch für kältere Wintermonate gut geeignet. Wer einen guten Mittelweg zwischen Seide und Fleece sucht, der ist mit Baumwolle oder Polyester gut beraten. Ein solcher Schlafsack aus Baumwolle wiegt meist rund 300 bis 500 Gramm.

Indoor-Schlafsäcke für die Hütte gibt es auch noch mit vielen anderen Materialien. Schlafsäcke aus Microfaser oder Merinowolle sind hier nur eine Auswahl, die in der Gewichtsklasse ungefähr mit Baumwolle zu vergleichen ist.

Beim Hüttenschlafsack-Kauf: Komfort muss sein

Damit der Schlafsack langlebig ist und die Körperwärme auch gut speichert, sollte der Schlafsack eine gute Verarbeitung vorweisen. Auf feste, durchgängige Nähte und stabiles Außen- und Innenmaterial ohne Schwachstellen sollte hier besonders geachtet werden.

Wer gerne mit Kissen schläft, sollte beim Kauf auf ein Kopfkissenfach achten, welches als Kissenbezug fungiert.

Wie teuer ist ein guter Hüttenschlafsack?

Günstige Hüttenschlafsäcke sind bereits ab etwa 20 Euro zu bekommen. Qualitativ hochwertigere Schlafsäcke aus beispielsweise Seide oder Merinowolle sind für gut 50 Euro erhältlich.

Fazit

Wer sich also einen guten Hüttenschlafsack kaufen möchte, der sollte sich vorher gut informieren, welche Modelle es im Handel gibt. Wir haben uns auf dem Markt umgesehen und Hüttenschlafsäcke getestet, um Ihnen bei der Wahl des richtigen Schlafsackes behilflich zu sein.